Ungarische Kulturtage der EZB
Oper Frankfurt, Deutsches Filmmuseum, Literaturhaus Frankfurt und viele
Orte mehr in Frankfurt, 2. bis 28. November 2006
Jedes Jahr präsentiert die Europäische Zentralbank in Frankfurt
die Kultur eines der "Euro-Länder". In Zusammenarbeit mit
der Ungarischen Nationalbank wurde ein Programm zusammengestellt, das die
lebendige Kulturszene Ungarns präsentiert. An verschiedenen Orten
in Frankfurt sind Oper und Operette, Konzerte, Filme, Tanz, Ausstellungen
und Lesungen zu erleben. Das Ungarische Nationale Philharmonische Orchester,
Budapest, eines der weltweit berühmtesten ungarischen Orchester, eröffnet
den Veranstaltungsreigen am 2. November 2005 mit einem festlichen Konzert
in der Oper Frankfurt. Unter der Leitung des jungen Dirigenten Zsolt Hamar
erklingen Ernst von Dohnányis "Symphonische Minuten". Weitere
musikalische Höhepunkte bieten Folkmusik (Márta Szebestyén
und die Muzsikás), Jazz (Tony Lakatos und das Szakcsi Lakatos Trio),
Ethnojazz (Zoltán Lantos und Kornél Horváth), Perkussion
(Amadinda Percussion Group) und das große Abschlusskonzert am 28. November
in Kooperation mit dem hr Symphonieorchester Danubia.
Die
schon klassische ungarische Operette darf nicht fehlen, das Budapester
Operettentheater wird im stilvollen Rahmen der Alten Oper u. a. Höhepunkte
der "Csárdásfürstein" in deutscher Sprache aufführen.
Zeitgenösssischen Tanz zeigt die Szeged Contemporary Dance Company im
Gallus-Theater. Ein breites Panorama aktueller Filme von István Szabó,
Benedek Fliegauf, Béla Tarr u. a. ist in ungarischer Sprache
mit deutschen oder englischen Untertiteln zu sehen. Eine Besonderheit
ist die Deutschland-Premiere des jüngsten Films von Márta
Mészáros, "The Unburied Man: The Diary of Imre Nagy".
Die Literatur präsentiert sich
mit einer Matinee "Café Eckermann, Budapest" im Goethe-Haus.
Später lesen preisgekrönte Autoren wie Imre Kertész
und Péter Esterházy aus ihren Werken. Eine Foto-Ausstellung
zeigt ungarische Impressionen von Barbara Klemm und Peter Nádas, der
dazu aus seinen Schriften liest. Anlässlich der Europa-Kulturtage lobt die
Europäische Zentralbank den "ECB Annual Photography Award". Unter dem Titel "Hungary today"
waren junge ungarische Fotografen eingeladen, einen ganz persönlichen Blick
auf ihr Land zu werfen. Eine international besetzte Jury wählte zehn
Teilnehmer aus, deren Bilder im Commerzbank-Gebäude zeigen, wie sie
Ungarn heute sehen. Eine Weinprobe und ein ungarisches Dinner laden ein,
die kulinarischen Spezialitäten des Gastlandes zu genießen. Im "Palast
der Wunder" des Budapester Kinderhauses können Kinder im Historischen
Museum Frankfurt naturwissenschaftliche Sachverhalte spielerisch erkunden.
Um Geld geht es bei den Ungarischen Kulturtagen der Europäischen Zentralbank nur am Rande,
das aber hochkarätig: Der Wissenschaftler Dr. Jürgen Nautz spricht über die
Geld- und Wirtschaftspolitik im Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn der K. u.
K.- Zeit.
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