Nussbaum: Selbstbildnis, 1943 (Detail)

Route der Industriekultur

Ausstellung im Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim, bis 2. April 2006

Wer mag sie je alle gesehen haben, die über 150 Industriedenkmäler im Rhein-Main-Gebiet, die zur Route der Industriekultur gehören? Bequemer ist es, die Rüsselsheimer Ausstellung zu besuchen. Sie zeigt das Konzept der Route, das vor sechs Jahren vom Leiter des Museums Rüsselsheim entwickelt wurde, Bernhard Schirmbeck. Von den Sektkellereien in Wiesbaden und Mainz, den Mineralbrunnen in Bad Vilbel über die "klasssischen" Industrieanlagen der Firma Opel bis zum "Sarotti-Mohr" und zum weltbekannten Design der Firma Braun reichen die Highlights der Route. So kann deutlich werden, dass die industrielle Geschichte der Region durchaus eigene Kulturleistungen hervorbringt. Das zeigt auch das jüngst fertiggestellte Buch "Route der Industriekultur Rhein-Main", das im Frankfurter Societäts-Verlag erschienen ist.

B. Heisig: Zwei deutsche Maler, 1992 (Detail)Die Ausstellung wurde von Architekturstudenten der Fachhochschule Mainz unter Leitung von Susanne Reiß erarbeitet. Das Herz ist die zentrale Stellwand mit dem Konzept der Route der Industriekultur, veranschaulicht in zahlreichen Dauerleihgaben beteiligter Firmen. Architekturmodelle wurden eigens angefertigt, Schaustücke aus der Sammlung "Arbeit in der Kunst" des Rüsselsheimer Museums vervollständigen die Ausstellung. Das Museum will sich damit als feste Anlaufstelle innerhalb der Route der Industriekultur etablieren. Viele der Tafeln, Objekte und Schilder werden zukünftig dauerhaft im Museum zu sehen sein.

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