Juan Munoz: Coversation Piece 2, 1963

arte povera bis minimal

Einblicke in die Sammlung Lafrenz. Ausstellung Museum Wiesbaden, bis 31. Januar 2010

Die Sammlung Lafrenz besticht durch eine überzeugende und präzise Konzentration auf Schlüsselpositionen und -werke in der Tradition der 1960er und 1970er Jahre. Minimal Art, Konzeptkunst, Arte Povera und auch das, was sich zwischen diesen Polen bewegt, haben seit über 30 Jahren Eingang in die Hamburger Sammlung gefunden.

Nun bietet das Museum Wiesbaden, bekannt für die thematische wie architektonische Qualität seiner Künstlerräume einer eher 'stillen' Avantgarde, für einige Monate den Raum und Ort für diese Sammlung.

Ellsworth Kelly: Untitled, EK 689, 1983Den Ausgangspunkt bildet der große Ausstellungssaal im Unterparterre, wo Arbeiten von Pier Paolo Calzolari, Marco Gastini und On Kawara sich zwei monumentalen Werken von Mario Merz gegenüber sehen.

Im Hochparterre führt der Rundgang weiter zu Räumen mit Arbeiten von Carl Andre, Robert Ryman und Robert Mangold, von David Novros, Blinky Palermo, Liam Gillick, Brice Marden und Richard Serra. Weiter schliessen Räume mit Alan Uglow, Ulrich Rückriem und Frank Gerritz oder Jake Berthot, Louis Cane, Alan Charlton, Alan Green, Peter Joseph, Ellsworth Kelly und Richard Long an, bevor der Rundgang hier bei Johannes Esper und Martin Gerwers, Sol LeWitt, Jules Olitski, Bruce Nauman und einer raumgreifenden Installation von Daniel Buren endet.

Ausstellungsraum mit Werken von Donals JuddIm ersten Obergeschoss verwandelt sich der Amerikanersaal in einen ausschließlich dem großen Minimalisten Donald Judd gewidmeten Raum und Treppenhaus und zweiten Obergeschoss folgen Begegnungen mit Juan Muñoz, Michael Pfisterer, Andreas Reiter Raabe und James Reineking, ehe die Präsentation in einem ruhig konzentrierten Raum mit Gemälden von Raimund Girke, Jerry Zeniuk, Rolf Rose, Larry Poons und dem Sklate Ring von Richard Long ihren Schlusspunkt findet.

'Konzentration auf das Wesentliche – Stille Werke/Starke Arbeiten' könnte das Leitmotiv dieser Ausstellung lauten, in der eine sehr eigenständige und zusammenhängende bildnerische Sprache formuliert wird.

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