Martin Elsaesser und das Neue Frankfurt
Ausstellung Deutsches Architektur-Museum Frankfurt, bis 14. März 2010
Als künstlerischer Leiter des Hochbauamts war Martin Elsaesser (1884-1957)
für die kommunalen Großbauten Frankfurts zuständig und hat
damit maßgeblich zur Gestaltung des von Oberbürgermeister Ludwig Landmann
initiierten Neuen Frankfurt beigetragen. Zwischen 1925 und 1932 plante er
zahlreiche
Bauten, zehn Gebäude wurden davon realisiert. Mit Ausnahme der Großmarkthalle – zukünftig
Teil des Sitzes der Europäischen Zentralbank – sind heute nur
wenige von den Bauten in der öffentlichen Wahrnehmung präsent
Die
Ausstellung "Martin Elsaesser und das Neue Frankfurt" stellt
das bekannte und unbekannte Erbe anhand von Plänen, Texten, Modellen,
einem Dokumentarfilm sowie historischen und aktuellen Fotografien vor: Eine
Reihe von kommunalen Schulbauten wie etwa die heutige Pestalozzi-Schule (1927)
und die Holzhausenschule (1929), Elsaessers eigenes Wohnhaus in Ginnheim
(1926), das Fechenheimer Hallenschwimmbad Frankfurt Ost (1928), die Gustav-Adolf-Kirche
in Niederursel (1928), der Umbau des Gesellschaftshauses Palmengarten (1930)
und natürlich die Großmarkthalle (1928) sowie andere Bauten führen
eindrücklich vor, welch breitem Spektrum von Bauaufgaben sich Elsaesser
in seiner Frankfurter Dienstzeit widmete. Weitere nichtrealisierte Entwürfe,
sowie wichtige Bauten anderer Schaffensphasen werden in der Schau ebenfalls
skizziert. Durch die Ausstellung soll Martin Elsaesser aus dem architekturhistorischen
Schatten geholt und als ein Baumeister gewürdigt werden, der modernste
Bauweisen mit traditionellen Bezügen verwob.
Begleitend
zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiges Buch im Wasmuth Verlag, Tübingen,
herausgegeben von Thomas Elsaesser, Christina Gräwe, Jörg Schilling
und Peter Cachola Schmal. Es dokumentiert die Projekte in der Ausstellung
und beleuchtet zudem Martin Elsaesser als (Familien-) Mensch, Architekt und
Lehrer vor und nach seiner Frankfurter Zeit. Ermöglicht wir die Ausstellung
durch den kulturfonds frankfurtrheinmain (GmbH) im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts
"Phänomen
Expressionismus" und unterstützt von der Europäischen Zentralbank
(EZB) und der Stadt Frankfurt am Main.
Zum Begleitprogramm gehört ein Symposium zum Werk Martin Elsaessers
am 11. und 12. Februar 2010.
» zurück
» zum Deutschen
Architektur-Museum Frankfurt
|